Ziele der Evaluation
Die Evaluation der Kunstprojekte hat nicht nur qualitätssichernde, sondern zugleich wissenschaftliche Bedeutung als Wirkungsforschung. Über die pädagogischen Wirkungen von Kunstprojekten in der Schule, insbesondere in der Arbeit mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen liegt bisher kaum gesichertes Wissen vor. Das beantragte Projekt bietet die Gelegenheit, diese pädagogische Wirkung von Kunstprojekten mit benachteiligten bzw. lernbeeinträchtigten SchülerInnen mit empirischen Mitteln besser zu klären. Durch die gründliche Evaluation der Kunstprojekte wird das bisher noch sehr beschränkte wissenschaftlich gesicherte Wissen über die Wirksamkeit der Kunst zur Förderung benachteiligter Schülerinnen und Schüler erweitert. Zugleich werden Erkenntnisse generiert zum geeigneten Aufbau, zu den didaktischen und methodischen Anforderungen und zu den erforderlichen Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Einsatz solcher künstlerischen Mittel in Schulen.

Vorgehen bei der Evaluation
Es werden die Kunstprojekte auf der Grundlage eines Hypothesengerüsts in folgender Weise wissenschaftlich begleitet:
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Beschreibung der sozialen und persönlichen Ausgangssituation der teilnehmenden Schülerinnen anhand der Schulakten; persönliche Interviews mit Schülern und mit den Lehrern über Entwicklungsstände, Stärken und Schwächen usw.
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genaue Dokumentation der Projekte und ihres Verlaufs;
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Teilnehmende Beobachtung der Schüler durch die assistierenden Lehrer (s.o., Arbeitspaket 3) anhand von Tagebüchern und Beobachtungsbögen; genaue Beschreibung des Arbeitsverlaufs jedes Schülers u.a. durch die verantwortlichen Künstler; Tagebücher der SchülerInnen selbst;
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Befragung der SchülerInnen zeitnah nach Abschluss der Projekte über ihre unmittelbaren Erfahrungen und Lernerlebnisse während der Projektbearbeitung (durch Assistenzlehrer);
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Befragung der SchülerInnen am Ende der Projektlaufzeit (mindestens 5-6 Monate nach Ende der Kunstprojekte) über bleibende Erfahrungen, nachhaltige Lernanstöße; Schlussbefragung der Lehrkräfte über beobachtete Veränderungen bei den SchülerInnen, Leistungsentwicklung, Entwicklung des Lern- und Sozialverhaltens usw.
Die Schritte 2 und 3 werden laufend ausgewertet und geben Aufschlüsse über die Projektverläufe für deren Feinsteuerung. Nach der ersten Welle von Kunstprojekten wird auch Schritt 4 ausgewertet, so dass die Ergebnisse in die Optimierung der 2. Welle von Kunstprojekten einfließen können (Qualitätsentwicklung).
Ergebnisse und Erkenntnisse
Wissenschaftlich wird das Projekt das unzureichende Wissen über die pädagogischen Wirkungen von Kunstprojekten und -übungen und ihre Einsatzmöglichkeiten in Schulen erweitern und damit für deren Einsatz in der Benachteiligtenpädagogik wesentliche Orientierungshilfen bieten. |